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Auf der Reeperbahn nachts um halb eins ... (haben wir natürlich längst geschlafen)
Die Freie und Hansestadt Hamburg war das Ziel der Klassen 10/1 und 10/2 vom 26. bis zum 30. Mai 2008.
Pünktlich um 8.00 Uhr ging es am Montag vom Netto- Parkplatz in Egeln los. Um 13.30 Uhr standen wir dann auch schon erstaunt und mitten auf der Reeperbahn vor unserem Hotel. Die Zimmer stellten sich als spartanischer eingerichtet und weniger gründlich geputzt als man es von zu Hause gewöhnt ist, heraus, doch zum
Schlafen genügte es völlig. Nach dem Auspacken ging es dann auf Stadterkundungstour: Landungsbrücken am Hafen, Rathaus im Zentrum, Freizeit zum Essen und sonstigem, dann zu Hamburgs Wahrzeichen, der St. Michaeliskirche (liebevoll „Michel“ genannt) und zurück zum Hotel- alles in allem rund sieben Kilometer. Danach lief im wahrsten Sinn des Wortes nichts und keiner mehr viel.
Am Dienstag ging es dann, diesmal per S- Bahn, zum Rathausmarkt, dem Ausgangspunkt für unsere Stadtführung. In zwei Stunden hörten wir viel Interessantes über Hamburg. Warum, zum Beispiel, gibt es in Hamburg keine Wolkenkratzer? Zwar ist die Hansestadt flächenmäßig so groß wie New York, die US- Metropole hat aber 11 Mio. Einwohner, Hamburg dagegen lediglich 1,8 Mio. Am Nachmittag trafen wir uns mit deutschen und international berühmten Persönlichkeiten, einige von ihnen weilen schon nicht mehr unter den Lebenden. Im Wachsfigurenkabinett „Panoptikum“ sind bekannte Menschen von gestern und heute zum Teil täuschend echt in Wachs modelliert. Allerdings waren einige von uns enttäuscht, da sie sich das Wachsfigurenkabinett größer vorstellten. Nach unserem „meet and greet“ mit den Stars ging es zurück ins Hotel. Wir machten uns frisch für den kulturellen Höhepunkt unserer Fahrt, das Musical „König der Löwen“. Von Handlung, Kostümen und Umsetzung der Geschichte waren alle begeistert; es flossen auch einige Tränen der Rührung.
Der Mittwoch sollte mit Schrecken beginnen. Das „Hamburg Dungeon“ erwartete uns ab 11.00 Uhr. Allerdings waren wir schon eine Stunde früher dort und vertrieben uns die Zeit entweder mit Warten vor den
Speicherstadtgebäuden oder in der „Speicherstadt- Kaffeerösterei“, wo Kaffeespezialitäten direkt neben der Röst- und Mahlanlage in wunderschönem Ambiente genossen werden können.
Das Dungeon ist eine Art Geisterbahn zum Selberlaufen, in dem die Geschichte Hamburgs vom Mittelalter bis
ins 19. Jahrhundert dargestellt ist. Es stellte sich zwar als weniger gruselig heraus als erwartet, unterhaltsam war es aber trotzdem. Anschließend waren vier Stunden Zeit, um zu shoppen, was das Portemonnaie hergab. Wer
dazu keine Lust hatte, konnte mit Herrn Schmidtke zur „HSH Nordbank Arena“ fahren, dem HSV- Stadion. Leider konnten wir es nicht von innen besichtigen, da am Abend ein Bon- Jovi- Konzert stattfand. Auch den meisten Mutigen, die in Europapassage und Mönckebergstraße zum Shopping- Marathon antraten, waren vier Stunden
zuviel, so dass viele schon früher im Hotel zurück waren. Am Abend gingen einige noch mal zu den St.-Pauli- Landungsbrücken, um bei Fischbrötchen oder anderem den Schiffen im Hafen zuzusehen und das maritime Flair auf sich wirken zu lassen. Um 22.00 Uhr besuchten wir in der großen Parkanlage „Planten un Blomen“ das
Wasserlichtkonzert. Dabei werden Wasserfontänen farbig beleuchtet, passend zu bekannter Filmmusik.
Seekrank wurden einige bei der Hafenrundfahrt am Donnerstagmorgen. Andere schliefen vom Schaukeln sogar ein. Diejenigen, denen es gut ging, erfuhren viel Interessantes über Deutschlands Tor zur Welt. So könnte man im Wasser des Hamburger Hafens zum Beispiel die Stadt Köln versenken, allerdings würde der Dom noch
rausgucken. Danach besichtigten wir den alten Elbtunnel, dann hatten wir Freizeit bis 14.30 Uhr.
Vom Turm des „Michel“ (ca. 130 m hoch) hatten wir einen wunderschönen Blick über Hamburg und seinen Hafen. Am Abend ging jede Klassen für sich essen und ließ bei Karaoke, den Wasserlichtkonzerten oder zusammen im
Hotel die Zeit in Hamburg ausklingen.
Am Freitag um 10.00 Uhr sind wir „ausgelaufen“, pünktlich um 14.30 waren wir wieder in heimischen Gefilden.
Frau Block, Herr Weber und Herr Schmidtke waren uns gutgelaunte Begleiter.
Robert.E.Hoffi (10/2)
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