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Der Fachbereich Chemie |
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Chemieunterricht verfolgt das integrative Zusammenwirken von drei Arbeitsfeldern:
- das Beobachten und experimentelle Untersuchen von Stoffen und Stoffumwandlungen
- das Erklären chemischer Phänomene mit Modellen und Theorien
- das Arbeiten am Verständnis der Wechselwirkung von Mensch, Chemie und Umwelt.
Stoffe und deren Umwandlungen in der unbelebten und belebten Natur werden dabei als Phänomene im Erfahrungsbereich der Lernenden beobachtet und experimentell erschlossen.
Für den Anfangsunterricht bedeutet das:
Anknüpfend an das eigene Erleben werden die Schüler an Stoffe und Stoffumwandlungen herangeführt.
Im weiteren Verlauf des Unterrichts können diese stofflichen Erscheinungen durch Hypothesen und Modelle gedeutet und durch naturwissenschaftliche Gesetze und Theorien erklärt werden. Die Vielfalt der stofflichen Beobachtungen wird systematisiert und fachterminologisch beschrieben.
Einsichten in den Zusammenhang zwischen Eigenschaften und Verwendbarkeit sowie in die Abhängigkeit chemischer Reaktionen von Bedingungen sind Voraussetzungen für einen verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen unter Einbeziehung ökonomischer und vor allem ökologischer Aspekte. Sie erkennen, dass die Menschen durch Anwendung der Wissenschaft Chemie und über die chemische Industrie ihre Lebensqualität wesentlich mitbestimmen.
Sie erwerben die Fähigkeit, chemische Zusammenhänge sowie Absichten und Folgen menschlichen Handelns besser zu verstehen und kritisch zu werten sowie Schlussfolgerungen für verantwortungsbewusstes Handeln herzuleiten. Durch eigenes Experimentieren werden die Lernenden zugleich selbst zu sicherheitsgerechtem und verantwortungsbewusstem Umgang mit Stoffen angeleitet.
In den höheren Schuljahrgängen sind die Schüler somit in der Lage, auf höherer Abstraktionsebene
chemische Phänomene in zunehmend komplexeren Zusammenhängen zu erklären. Dabei vollzieht sich ein Übergang von einfachen qualitativen zu komplizierten quantitativen Betrachtungen im Verbund mit der Anwendung differenzierter Modelle.
Mit diesen abstrakteren Denk- und Arbeitsweisen erwerben die Schülerinnen und Schüler Voraussetzungen, um sich ausgehend von der Chemie als Querschnittswissenschaft weitere Gegenstände der Naturwissenschaften erschließen zu können.
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